Der japanische Elektronikkonzern Sony hat auf der Technikmesse CES ein Elektroauto vorgestellt. Der Prototyp namens Vision-S solle demonstrieren, welche Möglichkeiten in den technischen Entwicklungen aus dem Hause Sony steckten, sagte Konzernchef Kenichiro Yoshida. Dazu zählten spezielle Software, Sensor- und Sicherheitstechnik ebenso wie ein komplettes Entertainmentsystem.

"Dieser Prototyp verkörpert unseren Beitrag zur Zukunft der Mobilität", sagte Yoshida. An der Entwicklung beteiligt waren unter anderem die deutschen Zulieferer Bosch und Continental. Noch in diesem Jahr will Sony mit Tests für autonomes Fahren beginnen, wie ein Sprecher sagte. Eine eigene Autoproduktion sei aber nicht geplant.

Naheliegend ist, dass Sony den Prototyp zur Demonstration von Technologien des Konzerns für die Autobranche nutzen will. Sony dominiert den Markt für Bildsensoren, die in Smartphones zum Einsatz kommen. Bei Fahrzeugsensoren liegen die Japaner aber hinter ON Semiconductor aus den USA zurück.

Branchenexperte warnt vor "hartem Geschäft"

Die Ankündigung zeige, dass Autos nun im Mittelpunkt der Sony-Strategie stünden, sagte Pedro Pacheco von der Analysefirma Gartner. Für eine Prognose sei es jedoch noch zu früh. "Trotz der gewaltigen Transformation bleibt es ein hartes Geschäft, wie der jüngste Rückzieher von Dyson zeigt", warnte er.

Dyson, bekannt vor allem für beutellose Staubsauger, hatte mehr als zwei Jahre lang an einem Elektroauto gearbeitet und mehr als zwei Milliarden Pfund investiert. Ende vergangenen Jahres gab die Firma jedoch die Pläne auf, weil sie keine Chancen sah, das Fahrzeug profitabel zu bauen.