Der Finanzausschuss des Brandenburger Landtags hat dem Kaufvertrag für das Gelände der geplanten Fabrik des US-Elektroautoherstellers Tesla zugestimmt. "Die erste große Hürde ist genommen", sagte Finanzministerin Katrin Lange (SPD). "Die Entscheidung fiel einstimmig bei einigen Enthaltungen."

Damit hat der Landtag der Landesregierung den Weg für die Ansiedlung der Gigafactory in Grünheide (Oder-Spree) frei gemacht. Dort sollen in einer ersten Phase von Sommer 2021 an jährlich 150.000 Elektroautos der Typen Model 3 und Y gebaut werden. Später sollen dort 500.000 Elektrofahrzeuge im Jahr gebaut werden. Geplant ist die Montage des Modells Y, dem künftigen Kompakt-SUV von Tesla. Auch das Model 3, mit dem Tesla den Durchbruch auf dem Massenmarkt schaffen will, soll in Brandenburg produziert werden.

Allerdings muss auch der Vorstand von Tesla dem Kaufvertrag für das gut 300 Hektar große Gelände noch zustimmen. Der Kaufpreis wurde zunächst auf knapp 41 Millionen Euro taxiert. Dazu werde es aber noch weitere Gutachten und Prüfungen geben, sagte Lange.

Zuletzt konnte der US-Elektroautohersteller gute Unternehmenszahlen verkünden. Im vierten Quartal des Jahres 2019 hat Tesla mehr Fahrzeuge ausgeliefert als erwartet. In den drei Monaten bis Ende Dezember wurden weltweit 112.000 Autos zu den Kunden gebracht, teilte Tesla mit. Der Großteil entfiel mit 92.550 Stück auf Teslas günstigstes Fahrzeug, das Model 3.

Im gesamten abgelaufenen Jahr lieferte das Unternehmen rund 367.500 Fahrzeuge aus. Damit steigerte sich Tesla gegenüber dem Vorjahr um 50 Prozent.