Das einst populäre Coupé Manta könnte laut Opel-Chef Michael Lohscheller als Elektroauto wiederkommen. "Wir haben viele Ideen, wie wir die Marke wieder mit Emotionen aufladen können", sagte Lohscheller der Augsburger Allgemeinen. Dazu wolle man Dinge, die in der Vergangenheit gut gemacht wurden, in die Zukunft übersetzen. "Diese Manta-Idee ist schon gut", sagte Lohscheller.

Der Opel-Chef forderte zugleich mehr Tatkraft beim Ausbau der Lade-Infrastruktur. In Deutschland müssten enorme Anstrengungen unternommen werden, um auch ausreichend Ladesäulen zur Verfügung zu stellen. "Wir wollen Hunderttausende von Elektroautos verkaufen, das muss jetzt schnell gehen mit dem Ausbau der Ladeinfrastruktur", sagte er der Zeitung. 

Das Bundeskabinett hatte Anfang März einen Entwurf zu besseren Lademöglichkeiten für E-Autos zu Hause und am Arbeitsplatz beschlossen. Demnach soll künftig bei einem Neubau sowie bei einer größeren Renovierung von Gebäuden mit mehr als zehn Parkplätzen jeder Stellplatz mit Schutzrohren für Elektro- und Datenleitungen ausgestattet werden.

Lohscheller bekräftigte das Ziel, bis 2024 mit der Opel-Flotte durchgehend auf Elektromobilität zu setzen. Hier helfe die Zugehörigkeit zum französischen PSA-Konzern, etwa beim Aufbau einer europäischen Batteriezellenproduktion. Die EU-Kommission hatte entschieden, die Batteriezellenfertigung in der Europäischen Union mit bis zu 3,2 Milliarden Euro zu bezuschussen.