Nicht auszuschließen ist weiterhin, dass die WestLB im Zuge der Konsolidierung des deutschen Landesbankensektors in Teilen doch noch unter das Dach einer anderen Landesbank schlüpft. Nach dem Scheitern der geplanten Fusion mit der BayernLB richtet sich das Augenmerk besonders auf die Hessische-Thüringische Landesbank Helaba und den Fondsanbieter Deka-Bank.

Die Sparkassen im Rheinland und in Westfalen sowie das Land NRW favorisieren nach wie vor diese Variante zur Lösung der Probleme der WestLB. Doch die Aussichten sind eher trübe: Es gibt derzeit überhaupt keine Anzeichen, dass sich in dieser Richtung etwas bewege, sagt ein Finanzmarktbeobachter.

Sollten die Bieter auch nach Prüfung der Datenräume bei ihren Plänen bleiben, wird es spannend. Dabei ist nicht nur die Frage der Höhe der Angebote entscheidend, sondern auch, wie die EU-Kommission das Bieterverfahren und die Konzepte der Kaufinteressenten bewertet.

«Wir werden in den kommenden Wochen die EU-Kommission über den Stand des Bieterverfahrens informieren und die einzelnen Konzepte der Bieter erläutern», sagte Merz am Freitag. Das ist auch dringend geboten. Denn für jeden potenziellen Erwerber sind mögliche Rückforderungen von Beihilfen ein K.O.-Kriterium.