Düsseldorf (dpa) - Die SPD-geführten Bundesländer haben bereits am Donnerstag ein Handlungskonzept mit Konsequenzen aus dem Dioxin- Skandal vorgelegt. Die Einzelpunkte in Kurzform:

1. Zulassungspflicht für alle Futtermittelunternehmen, die für die Nahrungsmittelkette produzieren. Zuverlässigkeit und Qualifikation des Unternehmers sollen geprüft werden.

2. Strikte Trennung der Produktionsströme zwischen technischen und für Futter- bzw. Lebensmittel vorgesehenen Stoffen.

3. Einführung einer Positivliste der Stoffe, die in der Tierfütterung eingesetzt werden dürfen.

4. Strengere Regeln für innerbetriebliche Eigenkontrollen. Eine Bund-Länder-AG soll dies konkretisieren. Ein Begleitscheinverfahren soll für Transparenz in der Weiterverarbeitungs- und Verwertungskette sorgen.

5. Die amtliche Überwachung soll die Futtermittelherstellung «intensiver und risikoorientiert» überprüfen.

6. Wiedereinführung der Meldepflicht: Grenzwertüberschreitungen bei Futtermitteln und Zusatzstoffen müssen den Behörden von privaten Laboren und allen in der Produktion Verantwortlichen gemeldet werden.