«Wir haben lernen müssen: Die 750 Milliarden Euro, die EU und Internationaler Währungsfonds (IWF) zur Euro-Rettung beschlossen haben, stehen in der Realität nicht zur Verfügung, weil wir unter anderem ein AAA-Rating brauchen», sagte Schäuble nach Angaben der Tageszeitung «Die Welt». Dies könne Märkte verunsichern. «Deshalb sage ich: Lasst uns diese 750 Milliarden Euro tatsächlich ­ also in der Realität ­ zustandebringen.» Dies sei aber keine Ausweitung.

Portugal lehnt nach der erfolgreichen Auktion von Staatsanleihen des hoch verschuldeten Landes Hilfe weiter ab. «Wir haben nicht die Absicht, auf finanzielle Hilfen der EU oder des Internationalen Währungsfonds zurückzugreifen», sagte Regierungschef José Sócrates der österreichischen Zeitung «Kurier» (Freitag). Portugal werde sich auch künftig an den Finanzmärkten frisches Geld besorgen können.

Regling sagte der «Bild»-Zeitung (Samstag): «Es besteht kein zeitlicher Druck, Änderungen beim Euro-Rettungsfonds übers Knie zu brechen.» Vom Gesamtvolumen der EFSF zur Unterstützung angeschlagener Euro-Staaten seien bisher nicht einmal zehn Prozent zugesagt. Alle Euro-Staaten hätten weiterhin Zugang zu den Kapitalmärkten.