München (dpa) - Der FC Augsburg ist auf dem Weg in die Fußball-Bundesliga nicht zu stoppen. Der Spitzenreiter unterstrich mit dem 2:0-Derbysieg gegen den FC Ingolstadt seine Aufstiegs-Ambitionen. Erster Verfolger des FCA ist der MSV Duisburg, der den VfL Osnabrück mit 4:1 besiegte.

Schon mit einem Remis im Gastspiel bei Rot-Weiß Oberhausen kann Hertha BSC Berlin den MSV aber wieder vom zweiten Tabellenplatz verdrängen.

Einen Fehlstart leistete sich Energie Cottbus mit der 1:3-Pleite bei Fortuna Düsseldorf. Mit dem 1:1 beim Karlsruher SC verabschiedete sich auch die SpVgg Greuther Fürth vorerst von den Spitzenplätzen. Bei Schlusslicht Arminia Bielefeld ist nach dem 1:1 gegen den FSV Frankfurt keine Entspannung in Sicht. Der Machtkampf im Verein zwischen dem Verwaltungsrat und Präsident Wolfgang Brinkmann sorgt für zusätzliche Unruhe.

Eine Bundesliga reife Leistung zeigte der FCA nicht, aber die Chancenverwertung war erstklassig. Nach der Führung von Thorsten Oehrl in der 32. Minute geriet Augsburg in der zweiten Halbzeit schwer unter Druck. Als Ingolstadt dem Ausgleich nahe war, machte Stephan Hains (70.) Kontertor den glanzlosen Sieg der Schwaben perfekt.

Der MSV Duisburg kehrte nach drei sieglosen Spielen und zuletzt zwei Heimniederlagen in die Erfolgsspur zurück und steht erstmals seit dem 14. Spieltag wieder auf einem Aufstiegsplatz. Filip Trojan, Stefan Maierhofer, Sefa Yilmaz und Olcay Sahan trafen für den MSV. «Einfach Fußball spielen und genießen», verriet Trainer Milan Sasic das Duisburger Erfolgsrezept, «Begeisterung und Siegeswille sind die großen Qualitäten der Mannschaft».

Im Kampf um den Klassenverbleib musste Bielefeld trotz aller guten Vorsätze und fünf Neuverpflichtungen einen neuen Dämpfer einstecken. Nach der FSV-Führung durch Jürgen Gjasula (Foulelfmeter) rettete Baldassare di Gregorio die Arminen vor der sechsten Niederlage in Folge. «Schade, dass wir keine drei Punkte mitgenommen haben», sagte Bielefelds-Trainer Ewald Lienen, «aber es macht uns Mut, dass wie eine starke Frankfurter Mannschaft beherrscht haben».

Im Rennen der Verfolger war der VfL Bochum nach den Punkteinbußen von Cottbus und Fürth der große Gewinner. «Wir haben den Trend der letzten Spiele fortsetzen können», stellte VfL-Sportvorstand Thomas Ernst nach dem 3:1 bei 1860 München zufrieden fest. Nach dem fünften Sieg in Serie sei der Aufstieg das Ziel, «aber wir schauen weiterhin von Spiel zu Spiel und lassen die Tabelle erstmal aus den Augen».