Dabei meistert die Serie auch dank hervorragend besetzter Nebenrollen wie etwa Jane Lynch als zynische Sportlehrerin mit Faible für Trainingsanzug und Megafon, die Gratwanderung zwischen guter und seichter Unterhaltung. «Die Serie spricht wichtige Themen wie Mobbing, Teenager-Schwangerschaften oder Homosexualität an. Alles Themen, die gerade in Schulen thematisiert werden sollten», sagt Cory Monteith, der bei «Glee» den coolen Quarterback Finn Hudson spielt. «Der Humor der Serie», ergänzt Produzent Murphy, «hilft einfach dabei, die Themen verdaulich zu machen.»

Parallel zur aktuellen Debatte um eine Reihe von Selbstmorden homosexueller Jugendlicher in den USA, hat «Glee» dem Thema beispielsweise eine ganze Folge gewidmet. Und «Glee»-Club-Mitglied Kurt Hummel, gespielt von Chris Colfer, ist zur Identifikationsfigur vieler schwuler Teenager geworden. «Ich hätte mir nicht träumen lassen, dass meine Rolle mal solche Bedeutung und Verantwortung mit sich bringen könnte», sagt der selbst gerade erst 20-jährige Colfer. Deshalb ist es für ihn wichtig, dass seine Rolle authentisch wirkt. «Das Fernsehen braucht nicht noch eine schwule Witzfigur.» Gelacht werden darf trotzdem. Nicht über sondern mit den jungen Schauspielern, denen man den Spaß bei der Arbeit ansieht.

Im vergangenen Jahr ging das Ensemble der Serie nach dem spektakulären Quotenerfolg der ersten Staffel auf Live-Tour durch die USA. Im Sommer 2011 wird alles eine Nummer größer: Jetzt steht eine Welt-Tournee auf dem Programm.