Tunesien zwischen Chaos und Hoffnung - Urlauber ausgeflogen

Tunis (dpa) - Chaos und Gewalt in Tunesien: Nach der überstürzten Flucht von Präsident Zine el Abidine Ben Ali ins Exil mühen sich die neuen Machthaber und das Militär, die Lage unter Kontrolle zu bringen. Unruhen hatten die ersten Stunden nach dem Ende der Ära Ben Ali geprägt. Auch heute fielen noch Schüsse im Zentrum der Hauptstadt Tunis. Seit Beginn der Proteste starben weit mehr als 130 Menschen, darunter auch ein deutsch-französischer Fotograf. Binnen 24 Stunden hatte das Mittelmeerland drei Präsidenten. Tausende Urlauber mussten Hals über Kopf nach Deutschland zurückreisen.

Polizei in Athen vereitelt Terroranschläge

Athen (dpa) - Die griechische Polizei hat nach eigenen Angaben eine Reihe vermutlich unmittelbar bevorstehender Terroranschläge vereitelt. Nach der Festnahme von vier mutmaßlichen Terroristen am Donnerstag entdeckten die Ermittler demnach neben Waffen auch einen Laptop mit einem vorformulierten Bekennerschreiben. Außerdem seien Listen mit Namen von Richtern, und Ortsskizzen mit Polizeistationen sichergestellt worden. Die geplanten Anschlägen sollten laut Polizei vor den Gerichtsverfahren gegen 13 mutmaßliche Mitglieder der Untergrundorganisation «Verschwörung der Feuerzellen» verübt werden.

Streit um Vorratsdatenspeicherung in entscheidender Runde

Berlin (dpa) - Der Streit von Union und FDP zur Vorratsdatenspeicherung geht in die entscheidende Runde. Justizministerin Sabine Leutheusser- Schnarrenberger will laut «Süddeutscher Zeitung» in einem Gesetzentwurf vorschlagen, dass eine anlasslose Speicherung sämtlicher Telefon- und Internetdaten für die Kriminalitätsbekämpfung nicht zulässig ist. Stattdessen will sie es den Behörden erlauben, bei «hinreichendem Anlass» die Löschung der bei den Providern vorhandenen Daten zu verhindern. Unions- Innenexperte Hans-Peter Uhl findet das Verfahren nicht ausreichend.

Laut BBC bleibt Cowen im Amt