Lebensmittel deutlich teurer - weitere Preissteigerungen kommen =

Wiesbaden/Berlin (dpa) - Lebensmittel sind im vergangenen Jahr deutlich teurer geworden - und der Bauernverband sagt weitere Preissteigerungen für dieses Jahr voraus. Steigende Kosten etwa für Energie und Düngemittel müssten weitergereicht werden. Wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag zur Eröffnung der «Internationalen Grünen Woche» mitteilte, mussten die Verbraucher 2010 im Jahresdurchschnitt für Nahrungsmittel 1,6 Prozent mehr bezahlen als im Jahr zuvor. Die Lebensmittelpreise trieben damit die Inflation: Die Verbraucherpreise erhöhten sich 2010 insgesamt um 1,1 Prozent.

Aigner: Agrarspekulationen zügeln - Internationale Regulierung =

Berlin (dpa) - Spekulanten verdienen prächtig an Wetten auf Nahrungsmittelpreise, in den armen Ländern können die Menschen ihr Essen nicht mehr bezahlen. Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) will sich dafür einsetzen, solche Geschäfte einzudämmen. «Nahrungsmittelmärkte dürfen nicht zum Objekt von Zockern werden», sagte sie vor Eröffnung der Grünen Woche am Donnerstag in Berlin. Die Ministerin schlug eine Limitierung von Preis oder Menge vor. Außerdem sei mehr Transparenz nötig. Aigner verwies auf die Gefahren von Hungerrevolten. Die Preise etwa von Kakao oder Weizen würden in die Höhe getrieben ohne Rücksicht auf die ärmsten Regionen der Welt: «Hier geht es um Menschenleben.»

Chinas Wirtschaft unter Volldampf: 10,3 Prozent Wachstum =

Peking (dpa) - China hat die Weltwirtschaftskrise deutlich schneller und besser als andere Volkswirtschaften überstanden. Die zweitgrößte Wirtschaftsnation wuchs im vergangenen Jahr um 10,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Direktor des Statistikamtes, Ma Jiantang, lobte am Donnerstag in Peking den Aufschwung, warnte aber vor steigender Inflation. Trotz der guten Konjunkturdaten fielen Chinas Aktienmärkte um rund drei Prozent, da Investoren wegen des Inflationsdrucks eine Erhöhung der Zinsen erwarten. Chinas Präsident Hu Jintao ließ sich bei seinem Besuch in Washington keineswegs die Einkaufslaune verderben: Es wurden Geschäftsabschlüsse im Wert von rund 45 Milliarden US-Dollar (33,6 Milliarden Euro) getätigt.

EZB sieht keine Inflationsgefahr =