London (dpa) - Dimitar Berbatow ist in der Form seines Lebens. Bei Manchester Uniteds 5:0-Demontage von Birmingham City gelang dem ehemaligen Leverkusener schon sein dritter «Dreier» der Saison.

Der Bulgare schraubte seine Ausbeute damit auf 18 Tore in 25 Partien, der Rekordmeister blieb auch im 22. Saisonspiel ungeschlagen und verteidigte die Tabellenführung souverän (48 Punkte). «Berba war großartig, er hätte sogar noch mehr Tore machen können», lobte Trainer Sir Alex Ferguson. So ein «Hattrick der Hattricks» hatte in Englands Fußball-Premier League vor achten Jahren zuletzt der heutige HSV-Profi Ruud van Nistelrooy geschafft.

Auch Verfolger FC Arsenal (46 Punkte) hielt sich beim ungefährdeten 3:0 über Wigan Athletic schadlos. «Gunners»-Stürmer Robin van Persie erzielte alle drei Treffer (12./58./85. Minute) und verschoss dazu noch einen Elfmeter (70.). Das auflagenstärkste Boulevardblatt «News of the World» kürte die beiden Dreierschützen («That Man and Robin») prompt zu «Superhelden» und rieb sich die Hände: «Das Titelrennen wird heißer.» Der «Sunday Telegraph» schwärmte von Berbatows «blendender Brillanz»: «Er ist in unerbittlicher Höchstform.»

Der Tabellendritte Manchester City (45) mit dem deutschen Nationalverteidiger Jerome Boateng patzte dagegen beim abstiegsgefährdeten Aston Villa und verlor 0:1. Villas 28-Millionen-Euro-Einkauf Darren Bent machte sich mit dem entscheidenden Tor gleich im ersten Match bezahlt (18.). «Vielleicht muss ManCity noch ein bisschen mehr Geld ausgeben», stichelte der «Observer» gegen die 500-Millionen-Euro-Truppe, bei der der Wolfsburger Neuzugang Edin Dzeko (34 Millionen Ablöse) unter seinen Möglichkeiten blieb. «Sie haben es jetzt in der Hand», gab Citys Co-Trainer Brian Kidd mit Blick auf ManUnited zerknirscht zu, das drei Zähler Vorsprung, aber zwei Partien weniger absolviert hat.

Tottenham Hotspur erkämpfte sich bei Newcastle United in letzter Minute ein 1:1 und liegt mit 38 Zählern nun punktgleich hinter Meister FC Chelsea auf Rang fünf. Der schwächelnde Titelverteidiger tritt erst am Montag in Bolton an. Der FC Liverpool sicherte sich unterdessen mit dem 3:0 bei den Wolverhampton Wanderers den ersten Sieg unter dem neuen Trainer Kenny Dalglish. Die «Reds» schoben sich damit auf Rang zehn vor. «Erleichterung kann ich nicht sagen - ich bin einfach in Hochstimmung», freute sich die Liverpool-Legende, die den Club als Spielertrainer (1985-1991) zur letzten Meisterschaft geführt hatte.

In dieser Saison steuert Manchester United weiter unaufhaltsam auf Titelkurs. «Der Elf haftet immer fester das Gütesiegel von Champions an», urteilte der «Sunday Telegraph» nach Berbatows Glanzvorstellung (2./31./53.), die Routinier Ryan Giggs (45.+1) und Nani (76.) komplettierten. Einziger Wermutstropfen: Wayne Rooney überzeugte einmal mehr als Vorbereiter, aber nicht als Torjäger und konnte seine bislang mageren Ausbeute von zwei Ligatreffern nicht verbessern. «Wir hoffen, dass die Tore für ihn kommen werden. Er hat heute großen Fußball gespielt und sich voll reingehängt», kommentierte Ferguson.