Frankfurt/Main (dpa) - Angetrieben von Kursgewinnen in den USA und an europäischen Börsen hat der Dax am Montag leichte Gewinne verbucht.

Nach einem überwiegend schwächeren Handelsverlauf drehte der deutsche Leitindex kurz vor Börsenschluss ins Plus und schloss mit einem Aufschlag von 0,08 Prozent auf 7067,77 Punkte. Der MDax der mittelgroßen Werte verlor 0,27 Prozent auf 10 064,81 Punkte und der TecDax fiel um 0,78 Prozent auf 861,95 Punkte.

Händler verwiesen mit Blick auf den freundlichen Dax-Schluss darauf, dass der US-Halbleiterkonzern Intel seine Quartalsdividende und sein Aktienrückkaufprogramm aufstockt und der US-Aluminiumkonzern Alcoa von weiteren Nachfragesteigerungen aus Asien ausgeht. «Das gibt nicht nur den Börsen in den USA Auftrieb, sondern in ganz Europa», sagte einer der Börsianer. Der EuroStoxx 50 gewann 0,29 Prozent auf 2979,06 Punkte. Die Aktienmärkte in Paris und London legten ebenfalls zu. Auch in den USA zeigten sich die wichtigsten Indizes zum europäischen Handelsschluss im Plus.

Die Aktien von RWE verloren 0,94 Prozent auf 54,74 Euro. Im Tarifstreit um höhere Löhne für die Beschäftigten des Düsseldorfer Versorgers sind nach Verdi-Angaben erstmals auch Atomkraftwerke bestreikt worden. Bundesweit hätten insgesamt rund 4500 Beschäftigte einen Tag vor der sechsten Tarifrunde ihre Arbeit niedergelegt.

Die Anteilsscheine der Munich Re hingegen gewannen 0,69 Prozent auf 116,25 Euro. Der Markt für Katastrophenanleihen wird nach Einschätzung des weltgrößten Rückversicherers weiter wachsen. «Das Volumen neu emittierter Katastrophenbonds wird 2011 voraussichtlich 5,5 bis 6 Milliarden US-Dollar erreichen», hieß es. Vor der Hauptversammlung des Industriekonzerns Siemens stiegen dessen Aktien mit einem Plus von 1,62 Prozent auf 93,85 Euro an die Dax-Spitze. Damit ignorierten Siemens-Anleger die Bilanz des niederländischen Wettbewerbers Philips. Dieser hatte den Markt vor allem beim Geschäft mit Unterhaltungselektronik enttäuscht.

Das Nachrichtenmagazin «Focus» berichtete über die Commerzbank, dass sich der Bund schneller aus der Bank zurückziehen wolle als bisher bekannt. Darüber hinaus hatte die teilverstaatlichte Bank mitgeteilt, sie habe mit der Umstrukturierung ihres Eigenkapitals einen Sondergewinn in dreistelliger Millionenhöhe eingestrichen. Die Aktie profitierte mit einem Plus von 0,26 Prozent auf 5,77 Euro.

Im MDax stiegen die Douglas-Aktien um 1,61 Prozent auf 39,64 Euro zu und profitierten von einem Bericht der Zeitschrift «Focus», dass Erwin Müller, der Gründer und Chef der gleichnamigen Drogeriemarktkette, seine Beteiligung an Douglas von 6,35 Prozent auf mehr als 10 Prozent aufgestockt hat und weiter steigern will.