Westerwelle verurteilt Gewalt in Ägypten

Berlin (dpa) - Außenminister Guido Westerwelle hat die ägyptische Führung zur Zurückhaltung bei der Gewaltanwendung gegen friedliche Demonstranten aufgefordert. Wer gegen die eigenen Bürger so vorgehe, fördere nur den Islamismus und eine weitere Radikalisierung, sagte er. Die Menschen, die in Kairo und anderen Städten friedlich für mehr demokratische Rechte demonstrierten, hätten die Sympathie und Unterstützung der Bundesregierung. Er forderte die ägyptische Führung auf, die freie Nutzung des Internets nicht durch Abschaltungen zu behindern.

Guttenberg verliert an Vertrauen in der Truppe

Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg verliert an Vertrauen in der Truppe. Grund ist sein Krisenmanagement bei den Bundeswehraffären. Der Grünen-Verteidigungsexperte Omid Nouripour sagte: Seine Wahrnehmung sei, dass die militärische Führung das Vertrauen in die politische Führung verliere. Der Marinesprecher des Bundeswehrverbands, Uwe Sonntag nannte in der «Rheinischen Post» die schnelle Absetzung des Gorch Fock-Kapitäns eine Überreaktion. Die Bundeswehr steht wegen der Zustände auf dem Segelschulschiff, eines tödlichen Unfalls in Afghanistan und geöffneter Feldpost in der Kritik.

Wulff: Deutsche dürfen NS-Verbrechen nicht vergessen

Auschwitz (dpa) - Bundespräsident Christian Wulff hat an die Deutschen appelliert, die Verbrechen der Nationalsozialisten an der Menschheit nicht zu vergessen. Die Deutschen seien aufgerufen, «hierfür ewig einzustehen». Das sagte Wulff in Auschwitz-Birkenau, am 66. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers. Er erinnerte daran, dass in Auschwitz und anderen Lagern der Nationalsozialisten Juden, Sinti und Roma, Kriegsgefangene, Widerstandskämpfer, Homosexuelle, Behinderte und andere «geschunden und ermordet wurden».

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