Berlin (dpa) - Vor knapp fünf Monaten ist Mirco aus Grefrath (Nordrhein-Westfalen) verschwunden. Mit einer beispiellosen Fahndung suchte die Polizei nach Opfer und Täter.

3. September: Mirco macht sich von einer Skater-Anlage mit dem Rad auf seinen etwa vier Kilometer langen Heimweg. Er kommt nie an.

5. September: Fährtenhunde verfolgen die Spur des Jungen zehn Kilometer nach Norden in Richtung Wachtendonk, verlieren sie dort aber.

8. September: Etwa 1000 Polizisten durchsuchen ein rund 30 Quadratkilometer großes Gebiet nördlich von Grefrath. Sie werden von Spürhunden unterstützt. Die Ermittler gehen inzwischen davon aus, das der Junge Opfer eines Verbrechens geworden ist.

10. September: Bei einer der größten Suchaktionen in der Geschichte Nordrhein-Westfalens durchkämmen erneut 1000 Polizisten ein nun 50 Quadratkilometer großes Gebiet. Wie sich herausstellt, hatte eine Zeugin schon Tage zuvor die Trainingshose des Jungen gefunden, aber erst später der Polizei übergeben.

15. September: Die Polizei gibt bekannt, dass sie das Poloshirt des Jungen gefunden hat. Sie vermutet, dass der Täter aus der Region kommt.

17. September: Zwei mit Spezialkameras ausgestattete Tornados der Bundeswehr überfliegen ein 130 Quadratkilometer große Suchgebiet.