Madrid (dpa) - Spanien steht im Fußballpokal erstmals seit 20 Jahren vor einem Traumfinale zwischen den Erzrivalen Real Madrid und FC Barcelona. Die «Königlichen» legten mit einem 1:0-Sieg im Halbfinalhinspiel beim Titelverteidiger FC Sevilla den Grundstein zum Einzug ins Endspiel.

Barça landete einen 5:0-Kantersieg über UD Almería und steht mit einem Bein im Finale. Zuletzt hatten Real und Barcelona sich 1990 im Endspiel der «Copa del Rey» (Königspokal) gegenüber gestanden. Die Katalanen gewannen damals 2:0.

Bei der hitzigen Partie in Sevilla wurde der Real-Torwart Iker Casillas unmittelbar vor dem Abpfiff von einer Plastikflasche am Kopf getroffen, die ein Fan von den Rängen auf das Spielfeld geworfen hatte. Der Kapitän der Madrilenen und der spanischen Nationalelf ging zu Boden, trug aber keine Verletzung davon. Den Siegtreffer erzielte der umstrittene Stürmer Karim Benzema in der 16. Minute.

Das Sportblatt «Marca» bescheinigte dem deutschen Real-Profi Mesut Özil eine Glanzleistung. Allerdings vergab der Ex-Bremer in zweiten Halbzeit eine große Chance zum 2:0. Die Sevillaner haderten mit dem Schiedsrichter, der einen Treffer annullierte, obwohl der Ball möglicherweise die Torlinie knapp überschritten hatte.

Der FC Barcelona hatte mit Almería keine Mühe und führte schon nach einer halben Stunde 4:0. Die Treffer erzielten Lionel Messi per Doppelpack (9./16.), David Villa (11.), Pedro (30.) und Seydou Keita (87.)