Helsinki (dpa) - Nokias führende Position auf dem weltweiten Handymarkt bröckelt weiter. Wie das finnische Unternehmen in der Konzernzentrale Espoo vor den Toren Helsinkis mitteilte, sank der Nettogewinn im vierten Quartal gegenüber dem Vergleichszeitraum um 22,5 Prozent auf 884 Millionen Euro.

Im gesamten Jahresverlauf stieg der Gewinn gegenüber dem Krisenjahr 2009 von 260 Millionen auf 1,3 Milliarden Euro. Beim Umsatz legte das Unternehmen im gesamten Jahr um vier Prozent auf 42,5 Milliarden Euro zu.

Die lange souverän bei Handys dominierenden Finnen haben vor allem auf dem lukrativen Markt für Smartphones an Boden gegenüber Konkurrenten wie Apple mit seinem iPhone verloren. 2010 ging Nokias Marktanteil insgesamt von 34 auf 32 Prozent zurück. Nach Veröffentlichung der Bilanzzahlen rutschte der Aktienkurs um 5,5 Prozent auf 7,38 Euro.

Konzernchef Stephen Elop stufte das letzte Quartal als «solide» ein. Nokia stehe weiter vor «erheblichen Herausforderungen bei der Konkurrenzfähigkeit». «Es ist höchste Zeit, dass Nokia sich schneller umstellt», sagte er weiter. Das Unternehmen will Mitte Februar eine neue Strategie vorstellen, um erfolgreicheren Smartphone-Konkurrenten wie Apple mit dem iPhone besser Paroli bieten zu können.