Redmond (dpa) - Videospiele und Bürosoftware haben dem weltgrößten Software-Hersteller Microsoft zu Rekordverkäufen verholfen. Im zweiten Geschäftsquartal (zu Ende Dezember) stieg der Umsatz um 5 Prozent auf noch nie dagewesene 20 Milliarden Dollar.

«Wir sind begeistert darüber, wie die Kunden unsere Produkte zu Weihnachten angenommen haben», sagte Finanzchef Peter Klein am späten Donnerstag (Ortszeit) in Redmond (US-Bundesstaat Washington).

Klein hob besonders die Bewegungssteuerung Kinect für die Spielekonsole Xbox 360 hervor. Sie hatte sich binnen 60 Tagen acht Millionen Mal verkauft. Auch das Firmenkundengeschäft mit der neuen Bürosoftware Office 2010 entwickelte sich blendend. Dagegen schwächelten die Verkäufe von Windows 7 nach dem Boom des damals brandneuen Betriebssystems im Vorjahreszeitraum.

Beim Gewinn trat Microsoft allerdings mit 6,6 Milliarden Dollar nahezu auf der Stelle. Analysten hatten sogar mit einem Rückgang gerechnet, so dass die Aktie zu Handelsschluss 0,3 Prozent im Plus lag. Microsoft hatte die Zahlen versehentlich schon während des laufenden Börsenbetriebs online gestellt. Normalerweise erscheinen die Ergebnisse erst, nachdem der Schlussgong ertönt ist, damit die Investoren sich in Ruhe einen Überblick verschaffen können.