Düsseldorf (dpa) - Borussia Dortmund ist auf dem Weg zum siebten Meistertitel in der Fußball-Bundesliga nicht zu stoppen und lässt sich auch durch die Erfolge der Konkurrenz nicht beeindrucken.

«Wir haben heute den Meister gesehen», befand Wolfsburgs Trainer Steve McClaren nach der 0:3-Niederlage gegen den souveränen Tabellenführer. Mit dem zehnten Auswärtssieg im elften Spiel haben die Westfalen ihren 11-Punkte-Vorsprung 14 Runden vor Ende der Spielrunde verteidigt. Die siegreiche Konkurrenz hoffte vergebens auf einen Ausrutscher. Am Tabellenende erlitten der 1. FC Köln und der VfB Stuttgart einen Rückschlag, Werder Bremen bleibt in der Gefahrenzone.

«Wir haben dem Druck standgehalten, den alle verspüren, nur wir nicht», sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke nach dem ungefährdeten Sieg beim Meister von 2009. Lucas Barrios, Nuri Sahin und Mats Hummels trafen für den Spitzenreiter, der am nächsten Freitag im Revier-Derby auf den angeschlagenen Nachbarn FC Schalke 04 trifft. «Ganz Dortmund kann sich jetzt darauf freuen», meinte Sahin.

Mit dem Startelf-Comeback von Michael Ballack bestätigte Bayer Leverkusen im Verfolger-Duell mit Hannover 96 seine Position als erster BVB-Jäger. «Wir haben eine Mannschaft, die es kann und die es will. Jetzt konnten wir erst mal den zweiten Platz festigen», meinte Ballack nach seinem ersten Auftritt über 90 Minuten. Den 2:0-Sieg sicherten Arturo Vidal und Simon Rolfes.

Der seit fünf Spielen unbesiegte Rekordmeister FC Bayern schob sich mit dem 3:1-Erfolg beim SV Werder Bremen zum ersten Mal in dieser Saison auf den dritten Platz vor. «Das ist Champions-League-Bereich. Das ist, was wir wollen», sagte Trainer Louis van Gaal. Für Aufsehen an der Weser sorgte der handgreifliche Streit zwischen den Bayern-Profis Arjen Robben und Thomas Müller. Auslöser war offensichtlich Robbens eigensinnige Spielweise und ein schlecht geschossener Freistoß. Müller kommentierte das mit einer abwertenden Handbewegung, Robben empfand dies als nicht respektvoll.

Kritisch wird die Situation für den einstigen Bayern-Konkurrenten. Die Bremer sind nur noch drei Punkte vom Relegationsplatz entfernt und müssen in den nächsten Spielen auch noch auf ihren Torhüter Tim Wiese verzichten. Der Nationalspieler erhielt wegen einer unbesonnenen Attacke gegen Müller die Rote Karte. «Das ist natürlich dumm und das ist Frust», sagte Werders Clubchef Klaus Allofs. Coach Thomas Schaaf sitzt dennoch weiter fest im Sattel. «Die Mannschaft folgt dem Trainer, das Verhältnis ist absolut intakt», befand Allofs.

Ähnlich unbefriedigend wie für die Bremer verlief der Spieltag für den VfB Stuttgart. Nach zuvor vier Punkten aus zwei Spielen machte sich bei den Schwaben im Anschluss an das 0:1 (0:1) gegen den SC Freiburg wieder Ernüchterung breit. Johannes Flum (24.) riss die Profis von Trainer Bruno Labbadia aus allen Träumen von einem dauerhaften Aufwärtstrend. Damit bleibt der VfB Tabellenvorletzter.