Los Angeles (dpa) - R&B-Sänger Chris Brown (21) hat ein einjähriges Programm gegen häusliche Gewalt erfolgreich absolviert. Die kalifornische Richterin Patricia Schnegg lobte die Fortschritte des US-Musikers beim Ableisten seiner Strafe wegen Körperverletzung, berichtete der Internetdienst «Eonline.com».

Im Februar 2009, am Vorabend der Grammy-Verleihung, hatte Brown seine damalige Freundin, die Sängerin Rihanna, angegriffen und im Gesicht verletzt. Zur Strafe muss er gemeinnützige Dienste leisten, an Kursen teilnehmen und von Rihanna Abstand halten. Brown hatte sich öffentlich für sein Verhalten entschuldigt.

Browns Anwalt Mark Geragos möchte nun erwirken, dass sich sein Mandant seiner Ex-Freundin wieder nähern darf. Bei Veranstaltungen wie der Grammy-Verleihung sei es schwierig, den geforderten Abstand von knapp 100 Metern einzuhalten, so Geragos.

Schnegg wollte sich mit Rihannas Anwälten beraten und dann die Auflagen für Brown möglicherweise noch vor der Grammy-Gala am 13. Februar lockern, hieß es. Rihanna ist für sechs Grammy-Trophäen nominiert, Brown könnte drei Preise gewinnen, darunter für das beste R&B-Album.

Brown war im August 2009 im Gegenzug für sein Schuldeingeständnis um eine Haftstrafe herumgekommen. Er erhielt aber fünf Jahre auf Bewährung und wurde zum Müllsammeln, Autoputzen und Entfernen von Graffiti angewiesen.