München (dpa) - Zusammenschlüsse von gesetzlichen Krankenkassen sorgen nach Erkenntnissen des Bundesrechnungshofs nicht automatisch für sinkende Kosten.

Häufig stiegen die Netto-Verwaltungskosten durch zunehmende Reisekosten, Abfindungen oder erhöhte Vergütungen für Kassenvorstände, teure Beraterhonorare sowie Fortbildungen, meldet das Magazin «Focus» unter Berufung auf ein Gutachten des Rechnungshofs (BRH) für Bundesgesundheitsminister Philipp Rösler (FDP).

Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen hat sich seit Anfang der 90er Jahre von weit mehr als 1000 auf inzwischen nur noch rund 150 verringert. In dem Rechnungshofbericht heißt es «Focus» zufolge, Fusionen führten zu keinen deutlichen Synergieeffekten und seien mit erheblichen, zum Teil dauerhaften zusätzlichen Aufwendungen verbunden. Dem stünden nur geringe Einsparungen gegenüber. Die Prüfer hätten 32 Kassen-Fusionen analysiert.