Lampedusa (dpa) - Angesichts eines massiven Flüchtlingsstroms aus Tunesien hat die italienische Regierung für die Insel Lampedusa den humanitären Notstand ausgerufen. Gestern waren erneut mehr als 300 Tunesier in Booten auf der Insel angekommen, die rund 150 Kilometer vor der nordafrikanischen Küste liegt. Innerhalb von vier Tagen haben damit insgesamt 4000 Flüchtlinge die Insel erreicht. Mit einer Luftbrücke sollen jetzt alle Neuankömmlinge in kürzester Zeit von Lampedusa in süditalienische Auffanglager gebracht werden.