München (dpa) - Franz Beckenbauer schwärmt von Jürgen Klopp und schließt nicht aus, dass der Trainer von Borussia Dortmund einmal in München landen wird.

«Es steht außer Frage, dass er einer der besten Trainer ist, die wir in Deutschland haben», sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern in der Münchner «tz». Beckenbauer hält es für möglich, dass Klopp eines Tages Trainer Louis van Gaal beim deutschen Fußball-Rekordmeister ablösen wird: «Dass er sich irgendwann weiterorientieren will, den nächsten Schritt machen will, kann ich mir sehr gut vorstellen.»

Der damalige Bayern-Manager Uli Hoeneß hatte bereits 2008 den jetzigen BVB-Coach verpflichten wollen und war sich mit Klopp über eine Zusammenarbeit einig. Hoeneß und die Bayern entschieden sich seinerzeit aber am Ende für Jürgen Klinsmann.

Beckenbauer sieht derzeit keinen Handlungsbedarf auf der Trainerposition. Van Gaal habe dem Team «seinen Stempel aufgedrückt. Die Mannschaft spielt jetzt so, wie er es sich vorstellt - eben mit diesen zwei Individualisten, die man braucht», sagte er mit dem Hinweis auf Franck Ribéry und Arjen Robben, die beim 4:0-Sieg gegen 1899 Hoffenheim überragt hatten.

Die beiden Ausnahmespieler passen laut Beckenbauer «nicht ganz so in das Idealschema von Louis van Gaal», der großen Wert auf das Positions- und Passspiel lege, «aber gerade deshalb machen Robben und Ribéry den Unterschied aus». Für Beckenbauer gehört das Bayern-Duo zur absoluten Weltklasse: «Beide stehen auf einer Stufe und gehören zu dieser Kategorie.»

Auch Uli Hoeneß ist von «Rib&Rob» angetan. Er sagte im Interview dem TV-Sender Sport1: «Bei all der Euphorie dürfen die Leute nicht vergessen: Am Samstag hat auch Franck Ribéry eine überragende Partie gespielt. Nur mit beiden zusammen sind wir eine Supermacht.» Jetzt, da die Mannschaft komplett sei, werde man sicher ein gute Serie spielen, meinte der Bayern-Präsident, der aber trotz der jüngsten Erfolge kaum noch an den Titel glaubt: «Ich denke, dass Borussia Dortmund mit zwölf Punkten Vorsprung ein komfortables Polster hat - da müsste schon viel passieren.»