Flüchtlingsansturm: Rom will mehr Soldaten und Geld

Rom (dpa) - Angesichts tausender tunesischer Flüchtlinge in Italien fordert die Regierung in Rom von der EU finanzielle Unterstützung. In einem formellen Brief habe man von der EU-Kommission 100 Millionen Euro verlangt, um dem Notstand begegnen zu können. Das sagte Innenminister Roberto in Rom. Zugleich kündigte er den Einsatz von 200 zusätzlichen Soldaten zur Kontrolle der Auffanglager an. Inzwischen ist der Flüchtlingszustrom praktisch versiegt - möglicherweise eine Folge der stärkeren Kontrolle der Küsten Tunesiens. 

Ägypten bittet EU, Mubaraks Konten einzufrieren

Kairo (dpa) - Ägypten hat die EU darum gebeten, die europäischen Konten von Ex-Präsident Husni Mubarak einzufrieren. Das erfuhr die dpa am Abend aus Brüsseler EU-Kreisen. Diplomaten sollen wohl morgen darüber beraten, hieß es. Auch das EU-Land Großbritannien hatte zuvor eine solche Anfrage aus Ägypten erhalten. Die Schweiz fror Mubaraks Konten bereits ein. Die Sperrung von Mubaraks Konten müssen die 27 EU-Länder erst offiziell beschließen. Im Falle Tunesiens waren die europäischen Konten von Ex-Machthaber Zine el Abidine Ben Ali und seiner Familie bereits eingefroren worden.

Merkel rechtfertigt langwierige Hartz-IV-Gespräche

Gammertingen (dpa) - Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die schleppenden Verhandlungen über die Hartz-IV-Reform verteidigt. Es gehe in dieser Frage nicht um ein bisschen Mehr für Menschen, die in Not seien, sondern darum, ob Arbeiten sich lohne oder nicht, sagte Merkel gestern bei einer CDU Wahlkampfkundgebung in Gammertingen in Baden-Württemberg. Bislang konnten sich Regierung und Opposition nicht über die Höhe des Regelsatzes einigen. Die Bundesregierung plant eine Erhöhung um 5 auf 364 Euro. Der Opposition ist das zu wenig. Eine neue Verhandlungsrunde soll heute beginnen.

«Gorch Fock»: SPD kritisiert Guttenbergs Besuchspläne