Schneller Prozess für Berlusconi wegen Sexaffäre

Rom (dpa) - Der italienische Regierungschef Silvio Berlusconi muss wegen der Sexaffäre um eine 17-jährige Prostituierte in einem Schnellverfahren vor Gericht. Die junge Marokkanerin «Ruby» soll zusammen mit anderen Prostituierten bei wüsten Partys in Berlusconis Villa mitgemacht haben. Angeklagt ist Berlusconi auch wegen Amtsmissbrauchs, weil er die damals 17-Jährige persönlich vor dem Gefängnis bewahrt haben soll. Wie die zuständige Ermittlungsrichterin entschied, soll der Prozess am 6. April in Mailand beginnen. Wird Berlusconi verurteilt, drohen ihm bis zu 15 Jahre Haft.

Flüchtlinge: EU schickt Geld und Grenzschützer nach Italien

Brüssel (dpa) - Um den Flüchtlingsstrom aus Tunesien zu bewältigen, will die EU Italien mit Geld und Grenzschützern helfen. Man wolle Italien finanzielle Hilfe gewähren und bereite einen Einsatz der EU-Agentur Frontex vor, sagte ein Kommissionssprecher in Brüssel. Die Notfallhilfe könne sehr rasch erfolgen und aus dem europäischen Flüchtlingsfonds kommen. Italien habe ein entsprechendes Hilfsgesuch gestellt, hieß es. Unterdessen bleibt die Lage auf der italienischen Flüchtlingsinsel Lampedusa angespannt, auch wenn vorerst keine weiteren Boote mit Verzweifelten aus Tunesien anlegten.

Länderchefs drücken bei Hartz-IV-Einigung aufs Tempo

Berlin (dpa) - Union und SPD sind entschlossen, den Konflikt um die Hartz-Reform bis Ende nächster Woche endgültig beizulegen. Die Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt, Bayern und Rheinland-Pfalz kamen am Nachmittag zusammen, um dafür die Weichen zu stellen - ohne Beteiligung von Bundespolitikern. Über das Ergebnis sollen anschließend Delegationen beider Seiten in höchstens zwei weiteren Runden verhandeln. Eine grundsätzliche Einigung wird dann bis Mitte kommender Woche erwartet.

Ägyptische Kontenanfrage auch an Deutschland