Vier Tote in deutschem Afghanistan-Camp

Berlin (dpa) - Ein afghanischer Soldat hat beim schlimmsten Angriff auf die Bundeswehr in Afghanistan seit fast einem Jahr drei deutsche Soldaten erschossen. Zwei Bundeswehrsoldaten schweben noch in Lebensgefahr. Der Angreifer war eigentlich zum Schutz des Bundeswehr-Außenpostens eingesetzt. Er wurde erschossen. Die Bundesregierung sprach von einem hinterhältigen Terrorakt. Der Außenposten in der Unruheprovinz Baghlan gehört zu den gefährlichsten Stützpunkten der Bundeswehr in Afghanistan.

Guttenberg: Kein Rücktritt wegen Schummelaffäre

Berlin (dpa) - Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hält ungeachtet immer heftigerer Plagiatsvorwürfe an seinem Amt fest. Er lässt seinen Doktortitel dagegen vorübergehend ruhen. Er habe bei seiner Dissertation «zu keinem Zeitpunkt bewusst getäuscht», verteidigte sich der CSU-Politiker. Er entschuldigte sich trotzdem bei den betroffenen Autoren. Bundeskanzlerin Angela Merkel und CSU- Chef Horst Seehofer stärkten ihm den Rücken, die Opposition sieht seine Glaubwürdigkeit schwinden.

Obama verurteilt Gewalt gegen Demonstranten

Washington (dpa) - US-Präsident Barack Obama hat die Gewalt gegen Demonstranten in Bahrain, im Jemen und in Libyen verurteilt. Zugleich rief er die Regierungen in diesen Ländern zur Zurückhaltung auf. Die Rechte der Völker müssten respektiert werden, meinte Obama in einer schriftlichen Erklärung. Er sei tief beunruhigt angesichts der Berichte aus diesen Ländern. «Die USA verurteilen den Einsatz von Gewalt von Regierungen gegen friedliche Protestierer in diesen Ländern». Das Volk habe in jedem Land «universelle Rechte». Dazu gehöre auch das Recht, sich friedlich zu versammeln.

Libyscher Aufstand erreicht die Hauptstadt