Mainz (dpa) - Der FC Bayern München ist mit einem ungefährdeten Auswärtssieg in die Wochen der Wahrheit gestartet. Der deutsche Fußball-Rekordmeister gewann beim FSV Mainz 05 mit 3:1 (1:0) und feierte damit eine überzeugende Generalprobe für die Champions-League-Final-Revanche gegen Inter Mailand.

Die Nationalspieler Bastian Schweinsteiger (9. Minute), Thomas Müller (50.) und Mario Gomez (77.) mit seinem 18. Saisontor trafen vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion für das Team von Trainer Louis van Gaal, das Revanche für die 1:2-Hinspiel-Niederlage nahm. Das Gegentor durch Sami Allagui (84.) fiel zu spät.

«Wir haben die Konter gut ausgefahren und deshalb verdient gewonnen», sagte Torschütze Müller, fand aber auch kritische Worte: «Wir hatten zu viele einfache Ballverluste in der Vorwärtsbewegung und haben uns das Leben selbst schwer gemacht.» Die Gastgeber erkannten die Überlegenheit des Rekordmeisters an. «Die Bayern haben groß aufgespielt, aber die Gegentore waren vermeidbar. Wir spielen mit so hohem Einsatz und dann sind wir in einigen Situationen nicht eng genug dran», monierte 05-Keeper Heinz Müller. «Uns hat das Ausgleichstor gefehlt», meinte Trainer Thomas Tuchel.

Eine Woche vor dem Spitzenspiel gegen Branchenprimus Borussia Dortmund übernahmen die Bayern auch ohne eine erneute Gala der Flügelzange Arjen Robben und Franck Ribéry in der Tabelle zumindest für eine Nacht Platz zwei. Für die 05er war es dagegen die vierte Niederlage im sechsten Spiel 2011.

Die Bayern wirbelten die Mainzer zu Beginn kräftig durcheinander. Van Gaal hatte sein Team nach dem überzeugenden 4:0 gegen Hoffenheim unverändert auf den Rasen geschickt, Taktik-Tüftler Tuchel seiner Mannschaft nach dem ernüchternden 2:4 beim 1. FC Köln dagegen wieder einmal einer Radikalkur unterzogen. Gleich vier Veränderungen nahm der FSV-Coach vor, Nationalspieler Lewis Holtby saß zu Beginn lediglich auf der Bank.

Zudem tauschten die beiden Außenverteidiger Christian Fuchs (rechts) und Radoslav Zabavnik (links) ihre Positionen - ein Schachzug, der nicht aufging. Fuchs war gegen Ribéry ebenso überfordert wie Zabavnik gegen Robben, so dass Tuchel das Experiment nach 20 Minuten bereits wieder beendete.

Zu diesem Zeitpunkt führte der Rekordmeister schon mit 1:0 und hätte auch sehr viel deutlicher vorne liegen können. Nachdem Schweinsteiger die Gäste nach Vorlage von Robben per Kopf in Front gebracht hatte, vergab Müller zweimal aus guter Position.