Oslo (dpa) - Schlussläufer Tino Edelmann lief wie um sein Leben, doch den «Goldfluch» im Teamwettbewerb der Nordischen Kombination konnte der Vizeweltmeister erneut nicht beenden. Vier Zehntelsekunden fehlten dem DSV-Quartett zum ersten Mannschaftstitel seit 24 Jahren.

In einem spannenden Staffel-Finish über 4 x 5 Kilometer hatte Olympiasieger Österreich die Nase knapp vorn, für das deutsche Team blieb zum fünften Mal nacheinander WM-Silber. Letztmals hatte sich 1987 eine deutsche Kombinierer-Mannschaft als Weltmeister feiern lassen können - damals noch mit dem jetzigen Bundestrainer Hermann Weinbuch. Von Trauer wollte der aber nichts wissen. «Wenn man mit Silber nicht zufrieden ist, wäre man fehl am Platz. Es war ein großer Kampf meiner Jungs, aber die Österreicher waren einen Tick stärker», sagte Weinbuch.

Johannes Rydzek (Oberstdorf), Einzel-Weltmeister Eric Frenzel (Oberwiesenthal), Björn Kircheisen (Johanngeorgenstadt) und der WM-Zweite Tino Edelmann (Zella-Mehlis) wurden bei der 4 x 5-Kilometer-Staffel von den Rivalen aus der Alpenrepublik praktisch auf der Ziellinie abgefangen.Letztmals hatte sich 1987 eine deutsche Mannschaft als Weltmeister feiern lassen können - damals noch mit dem jetzigen Bundestrainer Hermann Weinbuch. Von Trauer wollte der aber nichts wissen. «Wenn man mit Silber nicht zufrieden ist, wäre man fehl am Platz. Es war ein großer Kampf meiner Jungs, aber die Österreicher waren einen Tick stärker», sagte Weinbuch.

Nach Platz zwei im Springen hatte er den Kampf um Gold als Ziel ausgegeben. «Es passte alles, nur der Österreicher Bernhard Gruber ist außer Plan gelaufen», bemerkte der Coach. Gruber, als Nummer zwei ins Rennen geschickt, verringerte den Rückstand auf Deutschland auf unter 20 Sekunden. Das war am Ende entscheidend.

«Heute hat die Erfahrung gesiegt», meinte Sprungtrainer Andreas Bauer und verwies auf das Durchschnittsalter der beiden Konkurrenten: Österreich steht mit 32 Jahren vor einem Umbruch, den DSV-Kombinierern gehört die Zukunft. Das Weinbuch-Team ist im Schnitt 23 Jahre alt.

Alle vier Athleten erfüllten in beiden Teildisziplinen die Vorgaben der Trainer. «Ich habe den Samstag-Wettkampf schon gemerkt. Am Ende war es wieder haarscharf, aber wir sind glücklich über Silber», meinte Weltmeister Frenzel. Junioren-Weltmeister Rydzek, der als Startläufer eine hervorragende Rolle gespielt hatte, litt im Ziel: «Die letzte Runde war der Horror pur. Ich war angespannter als beim eigenen Rennen.»

Schlussläufer Edelmann musste sich erneut im Spurt geschlagen geben. «Wenn man so knapp dran ist an Gold, ist es schon ein bisschen ärgerlich. Ich hatte das Gefühl, dass ich es gegen Mario Stecher schaffen kann. Aber er ist unheimlich zäh», sagte der Zella-Mehliser. Bereits vor zwei Jahren war er auf der Ziellinie gescheitert, damals an Japan.