Druck auf Gaddafi wächst

Tripolis (dpa) - Der internationale Druck auf Libyens Staatschef Muammar al-Gaddafi wächst: Nach den USA und den Vereinten Nationen hat auch die Europäische Union Sanktionen gegen das zunehmend in die Enge getriebene Regime in Tripolis beschlossen. Zudem wird über militärische Optionen wie eine Flugverbotszone debattiert. Im Westen Libyens gingen in der Stadt Misrata die Kämpfe zwischen den Aufständischen und den Truppen Gaddafis weiter. Die in Brüssel einstimmig beschlossenen Sanktionen richten sich gegen Gaddafi und mehr als 20 Familienmitglieder sowie hochrangige Führungskräfte.

Auswärtiges Amt: Noch knapp 90 Deutsche in Libyen

Berlin (dpa) - In Libyen halten sich derzeit noch rund 90 deutsche Staatsangehörige auf. Das sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes. Die Botschaft und der Krisenstab im Außenministerium bemühten sich weiter mit Hochdruck darum, diesen Deutschen bei der Ausreise zu helfen. Dabei würden alle Möglichkeiten in Erwägung gezogen: Der Landweg, der Seeweg und der Luftweg. Am Samstag hatten zwei Transall- Flugzeuge der Bundeswehr 132 Menschen unterschiedlicher Nationalität aus Libyen ausgeflogen - darunter auch Dutzende Deutsche.

Merkel hält weiter zu Guttenberg

Berlin (dpa) - Der Rückhalt für Karl-Theodor zu Guttenberg in den eigenen Reihen bröckelt - doch Kanzlerin Angela Merkel hält weiter zu ihrem Verteidigungsminister. Der Verteidigungsminister genieße weiter das Vertrauen und die Unterstützung der Bundeskanzlerin, so Regierungssprecher Steffen Seibert. Forschungsministerin Annette Schavan sagte allerdings, sie schäme sich für Guttenberg. Mehr als 30 000 Menschen, darunter viele Akademiker, protestierten in einem offenen Brief an Merkel gegen das Verhalten der Regierung in der Plagiatsaffäre.

Länder und Opposition klagen gegen längere Atomlaufzeiten