Washington (dpa) - Im US-Gefangenenlager Guantánamo auf Kuba ist ein Häftling gestorben. Der 48 Jahre alte mutmaßliche Führer der radikalislamischen Taliban, Awal Gul, sei nach dem Training unter der Dusche zusammengebrochen, teilte das Militär mit. Er sei offensichtlich eines natürlichen Todes gestorben.

US-Medien sprachen von einem möglichen Herzinfarkt. Es sei der siebte Todesfall seit Eröffnung des weltweit kritisierten Lagers nach den Terrorangriffen vom 11. September 2001.

Der aus Afghanistan stammende Gul war nach Angaben der Militärs seit 2002 in dem Lager. Der Todesfall habe sich bereits am Dienstag ereignet, hieß es. Nach intensiven Wiederbelebungsversuchen sei der Gefangene für tot erklärt worden.

Mitteilung der Militärs