Magdeburg (dpa) - Mit einer Schweigeminute haben bundesweit tausende Fahrgäste und Mitarbeiter des Bahnunternehmens Veolia der Opfer des Zugunglücks in der Magdeburger Börde gedacht.

Aufgerufen hatten Geschäftsführung und Betriebsrat von Veolia, deren Personenzug am vergangenen Samstag von einem Güterzug gerammt worden war. Dabei waren zehn Menschen getötet und 23 weitere verletzt worden.

Die Züge, Busse und Straßenbahnen von Veolia legten gegen 12.00 Uhr an den jeweiligen Haltestationen eine Minute Pause ein. «Es war ein bewegender Moment, es ist gut, in solchen Situationen inne zu halten», sagte Sprecher Jörg Puchmüller. Veolia mit seinen Töchtern und Beteiligungen verfügt in Deutschland über rund 300 Züge, 910 Busse und 19 Straßenbahnen. Auch der verunglückte HarzElbeExpress (HEX) gehört dazu.

Zwei der Überlebenden des Unglücks waren am Freitag weiterhin auf der Intensivstation des Krankenhauses Halberstadt. Darunter ist auch ein zehnjähriges Mädchen, das im Koma liegt, wie eine Sprecherin der Klinik sagte. Für diesen Samstag ist im Halberstädter Dom eine offizielle Gedenkfeier geplant, zu der unter anderem die Landesregierung, der Landtag von Sachsen-Anhalt und die Kirchen geladen haben.