Cesana (dpa) - Anja Huber hat sich einen Traum erfüllt und geht mit zusätzlichem Selbstvertrauen in die Heim-Weltmeisterschaften. Die Olympia-Dritte aus Berchtesgaden gewann erstmals in ihrer Karriere den Skeleton-Gesamtweltcup.

Im italienischen Cesana setzte sie sich vor der Oberhoferin Marion Thees durch und feierte beim Finale ihren vierten Saisonsieg. «Der Gesamtweltcup war eines der Ziele, die ich unbedingt erreichen wollte. Ich freue mich riesig, dass es schon in dieser Saison geklappt hat», meinte die 27-Jährige. Sie hatte sich im Saisonverlauf ein packendes Duell mit der Britin Shelley Rudman geliefert und vor dem letzten Wettbewerb nur einen hauchdünnen Vorsprung gehabt. Doch Rudman reiste mit einer fiebrigen Erkrankung in Cesana an und konnte daher ihr Potenzial nicht vollständig abrufen. Am Ende stand Rang sieben für die Europameisterin zu Buche.

«Jetzt gilt alle Konzentration der WM-Vorbereitung. Auf meiner Heimbahn möchte ich natürlich vorn dabei sein», sagte Huber, die bereits 2008 einmal Weltmeisterin war. Dieses Gefühl kennt auch Marion Thees, die 2009 triumphierte und in Cesana im zweiten Durchgang Bahnrekord fuhr (58,31). Für Rang drei im Gesamtweltcup reichte es für die Thüringerin aber nicht mehr.