Frankfurt/Main (dpa) - Der erste Test ist schon eine Standortbestimmung. Für die deutschen U 21-Fußballer beginnt das Mammutprogramm 2011 mit insgesamt elf Begegnungen beim wohl stärksten Konkurrenten in der EM-Qualifikation.

«Das Testspiel in Griechenland hätten wir nach der Auslosung nicht so gewählt, aber jetzt können wir eben einige Sachen ausprobieren», sagte DFB-Coach Rainer Adrion vor dem ersten Auftritt seines Teams am Mittwoch in Athen gegen einen von fünf Konkurrenten in der im August beginnenden Qualifikation zur EM-Endrunde 2013.

Die Griechen seien, so Adrion, neben Weißrussland in der Qualifikation sicherlich der stärkste Gegner. «Ich sehe beide Teams auf Augenhöhe», meinte der Junioren-Trainer, der mit seiner Mannschaft in der Gruppe 1 zudem auf Bosnien, Zypern und San Marino trifft. Die Teilnahme an der Endrunde in Israel ist das erklärte Ziel von Adrion, der zu Jahresbeginn seinen Vertrag um zwei Jahre verlängert hat. «Unsere Qualifikationsgruppe ist grundsätzlich machbar. Aber wir dürfen nicht denken, dass die anderen Gegner es uns leicht machen werden», sagte der Fußball-Lehrer.

Bei der ersten Begegnung im neuen Jahr kann Adrion zwar einige seiner besten Spieler nicht einsetzen, dafür kehrt aber Kapitän Lewis Holtby in das Team zurück. Sein Vereinskamerad Andre Schürrle fehlt allerdings ebenso wie Christoph Moritz, Ilkay Gündogan und der für die A-Mannschaft nominierte Mario Götze.

Dass der Dortmunder Shooting-Star noch einmal in die U 21-Auswahl zurückkehrt, ist nach Meinung des DFB-Coachs unwahrscheinlich, aber nicht ausgeschlossen. «Man muss seinen Werdegang intensiv verfolgen. Momentan ist er in überragender Verfassung», befand Adrion. Bundestrainer Joachim Löw sagte unlängst, es sei schwer vorstellbar, dass Götze noch einmal in der Junioren-Nationalmannschaft spielt.

Bis zum Pflichtspiel-Auftakt am 10. August gegen Zypern stehen für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) nach der Partie in Athen noch drei Vorbereitungsspiele gegen hochkarätige Konkurrenten wie die Niederlande, Italien und Portugal an. «Die starken Gegner haben wir bewusst ausgesucht, damit gegen diese Top-Mannschaften auch die Konzentration in Testspielen hoch gehalten wird», sagte der Coach

Zudem gilt es, gegen die Griechen eine kleine Erfolgsserie fortzusetzen. In vier Testspielen seit dem Neuaufbau der Mannschaft blieb die DFB-Elf unbesiegt. «Das ist ein guter Anfang», meinte Adrion.