Hannover (dpa) - Der neue Personalausweis soll sichere Geschäfte im Internet ermöglichen - vier Monate nach dem Start des Dokuments kommt diese Funktion allerdings kaum zum Einsatz. Die dafür nötige Software, die Ausweis-App, sei bisher 57 000 Mal heruntergeladen worden.

Das berichtete das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) am Dienstag auf der Cebit in Hannover. Bislang hätten 68 Firmen Berechtigungszertifikate für Anwendungen erhalten. Die Nutzung müsse noch wachsen, sagte BSI-Präsident Michael Hange.

2,3 Millionen neue Ausweise sind im Umlauf, allerdings ist nicht auf allen die elektronische Identifizierung (eID) aktiviert. Mit ihr können sich Nutzer zum Beispiel bei Geschäften im Internet eindeutig identifizieren.

Hange geht davon aus, dass mit der zunehmenden Verbreitung des neuen Personalausweises mehr Nutzer auf die eID-Funktion zugreifen und mehr Unternehmen und Organisationen Anwendungen anbieten werden. Auch an den technischen Voraussetzungen mangelt es noch: Bislang gibt es keine Ausweis-App für Rechner mit Linux oder Apple-Betriebssystem - diese Lücke soll in den nächsten Wochen und Monaten geschlossen werden. Zudem ist noch kein Komfortleser mit eigenem Display und Tastenfeld zur PIN-Eingabe auf dem Markt.