München (dpa) - In der Versicherungsbranche hat die Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs zu einheitlichen Versicherungsbeiträgen für Männer und Frauen für Kritik gesorgt. Das Urteil verkenne die Fakten, sagte ein Sprecher der HUK-Coburg. Die deutsche Versicherungswirtschaft bedauerte, dass das Gericht eine risikogerechte Kalkulation in Frage stelle. Der EuGH hatte entschieden, dass die bislang übliche Berücksichtigung des Geschlechts als «Risikofaktor» für Versicherungsbeiträge Frauen diskriminiere und deswegen ungültig sei.