Indian Wells (dpa) - Die Favoriten gaben sich keine Blöße, die deutschen Tennisprofis sahen in Indian Wells keinen Stich mehr: Während Roger Federer, Novak Djokovic und Kim Clijsters beim Millionen-Turnier in Kalifornien ihre Aufgaben erfüllten, verpassten die deutschen Asse Überraschungen.

Für Philipp Petzschner, Benjamin Becker, Andrea Petkovic und Julia Görges kam gegen die erweiterte Weltspitze das Aus. Als letzter der 14 deutschen Starter war Philipp Kohlschreiber beim mit 4,76 Millionen Dollar dotierten Turnier dabei, doch die deutsche Nummer eins war in Runde drei am Montag nur Außenseiter gegen den Weltranglisten-Vierten Robin Söderling aus Schweden.

Petzschner hatte im Zweitrundenduell gegen Juan Ignacio Chela aus Argentinien den Sieg und ein attraktives Duell gegen Federer schon vor Augen. Der Davis-Cup-Held von Zagreb, der vor Wochenfrist das entscheidende Einzel zum 3:2-Achtelfinalsieg in Kroatien gewann, führte gegen den Weltranglisten-32. bereits 6:4, 5:3 - und verlor trotzdem nach 2:24 Stunden 6:4, 5:7, 2:6. Becker wehrte sich gegen Thomaz Bellucci aus Brasilien 90 Minuten lang nach Kräften. Letztlich hatte der Mettlacher mit 3:6, 6:7 (5:7) jedoch das Nachsehen gegen die Nummer 29 der Welt.

Andrea Petkovic sah in ihrer 4:6, 2:6-Niederlage in Runde drei gegen die Französin Marion Bartoli sogar etwas Gutes. «Manchmal ist es echt nicht schlecht, zu verlieren, denn anschließend weißt du, was du verbessern musst», sagte die Darmstädterin der Nachrichtenagentur dpa. Nach dem Match gegen die Weltranglisten-17. Bartoli sah Deutschlands Nummer eins reichlich Verbesserungspotenzial. «Ich habe mich einfach nicht so gut bewegt, keine Ahnung, warum. Ich stand einfach nicht so gut hinter dem Ball», sagte Petkovic.

Eine klare Zweisatz-Niederlage gab es auch für Julia Görges. Die 22-Jährige aus Bad Oldesloe unterlag der serbischen Titelverteidigerin Jelena Jankovic 2:6, 4:6.

Federer wirkte bei seinem 7:5, 7:6 (7:4)-Auftaktsieg gegen den Russen Igor Andrejew noch etwas rostig. Serbiens Superstar Novak Djokovic hingegen gewann mühelos auch sein 15. Match nacheinander und ist 2011 noch ungeschlagen. Der Australien Open-Champion hielt sich beim 6:0, 6:4-Erfolg gegen Andrej Golubew genau eine Stunde mit dem Kasachen auf und erlaubte ihm im ersten Satz nur sechs Punkte.

Kim Clijsters spielte gegen Sara Errani aus Italien zwar nicht gut, aber erfolgreich. Die Weltranglisten-Zweite aus Belgien leistete sich unter anderem 13 Doppelfehler, gewann aber 6:3, 2:6, 6:4.