Brüssel (dpa) - Das hochverschuldete Portugal lehnt weiter milliardenschwere Finanzhilfen der Euro-Partner und des Internationalen Währungsfonds ab. «Wir wollen weiter an die Märkte gehen, um das Geld zu leihen, das wir zur Finanzierung unseres Haushalt brauchen».

Das sagte Finanzminister Fernando Teixeira dos Santos am Montag in Brüssel vor Beratungen mit seinen Amtskollegen des Eurogebiets. Lissabon hatte pünktlich zum Euro-Gipfel am vergangenen Freitag ein neues Sparprogramm vorlegt, das von EU-Kommission und Europäischer Zentralbank begrüßt wurde. Das ärmste Land Westeuropas muss hohe Risikoaufschläge für seine langfristigen Staatsanleihen zahlen.

Seit längerem gibt es Druck auf die Regierung von Premier José Socrates, unter den europäischen Rettungsschirm für Krisenstaaten zu schlüpfen. In Brüssel gibt es Sorgen, dass die Schuldenkrise sonst auch Spanien ernsthaft in Bedrängnis bringen könnte.