Ein anderes Rekrutierungszentrum der afghanischen Armee in Kundus-Stadt war vor drei Monaten von einem Selbstmordkommando der Taliban angegriffen worden. Bei stundenlangen Feuergefechten waren damals neun afghanische Soldaten und Polizisten sowie die vier Angreifer getötet worden.

Die Taliban hatten bis zum Winter noch weite Teile der Provinz unter ihrer Kontrolle. Ausländische Truppen wie die Bundeswehr und einheimische Sicherheitskräfte haben die Aufständischen in den vergangenen Monaten aber zurückgedrängt. Experten hatten gewarnt, dass die Aufständischen nun vermehrt auf relativ einfach zu bewerkstelligende Selbstmordanschläge setzen könnten, weil sie für komplexe Angriffe gegen die Truppen zu geschwächt seien.