Fürth (dpa) - Hertha BSC Berlin ist auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga nicht zu stoppen. Im Topspiel des 26. Zweitliga-Spieltags bei Verfolger SpVgg Greuther Fürth feierte der Spitzenreiter vor 12 790 Zuschauern einen überzeugenden 2:0 (1:0)-Sieg.

Die Hauptstädter kamen damit dem direkten Wiederaufstieg erneut ein großes Stück näher. «Wir müssen uns aber jeden Sieg hart erarbeiten», sagte Hertha-Trainer Markus Babbel, «die Mannschaft geht hervorragend mit dem Druck um».

Nach den Kopfballtoren von Adrián Ramos (40. Minute) und Peter Niemeyer (51.) und dem Vereinsrekord von fünf Auswärtssiegen in Folge hat die Hertha mit 55 Punkten bereits acht Zähler Vorsprung auf den vierten Tabellenplatz. «Wir haben was Großes vor und die Mannschaft nimmt die Herausforderung großartig an. Aber es ist noch gar nichts entschieden», meinte Berlins Manager Michael Preetz. Fürth verpasste mit der ersten Rückrundenniederlage den Anschluss an die Spitzenplätze.

Nach acht Spielen ohne Niederlage nahmen die Fürther mit großem Selbstbewusstsein und viel Offensivrisiko das «Sechs-Punkte»-Spiel in Angriff. Strafraumszenen gab es aber vorerst keine. Die seit vier Partien ungeschlagenen Berliner sorgten mit schnellem Umschalten von Abwehr auf Angriff für mehr Gefahr. Die erste und einzige Chance vor der Halbzeitpause nutzte Hertha zur Führung.

Ramos zeigt seine Klasse, als er nach Flanke von Christian Lell Fürths Verteidiger Thomas Kleine versetzte und mit seinem elften Saisontor Hertha in Front köpfte. Nach dem Seitenwechsel war der Hauptstadtclub die dominierende Mannschaft. Nach Freistoß von Nikita Rukavytsya gelang Niemeyer per Kopfball das 2:0.

Die Franken wehrten sich tapfer gegen das Ende der Serie von acht Spielen ohne Niederlage, ihnen fehlten aber die zündenden Ideen und auch das nötige Glück im Abschluss. Der eingewechselte Danijel Aleksic hatte zweimal den Anschlusstreffer auf dem Kopf. Aber zuerst wehrte der zuletzt umstrittene, aber diesmal fehlerlose Hertha-Schlussmann Maikel Aerts (72.) ab, dann rettete Ronny (75.) auf der Torlinie.