Berlin (dpa) - Unter dem neuen Verteidigungsminister Thomas de Maizière ist die Aufklärung der «Gorch Fock»-Affäre keine Chefsache mehr. Der in der vergangenen Woche vorgelegte Untersuchungsbericht einer Marine-Kommission sei «deutlich auf der Ebene unterhalb des Ministers in Behandlung», sagte ein Ministeriumssprecher in Berlin. De Maizières Vorgänger Karl-Theodor zu Guttenberg hatte die Affäre um angebliche Missstände auf dem Segelschulschiff im Januar zur Chefsache gemacht. Unter anderem hatte er den Kapitän Norbert Schatz für die Zeit der Ermittlungen abgesetzt.