FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EURUS.FX1> hat sich am Mittwoch wieder etwas von der Marke von 1,40 US-Dollar entfernt. Im New Yorker Handel stand die Gemeinschaftswährung zuletzt bei 1,3894 Dollar. Am Mittag hatte die Europäische Zentralbank (EZB) den Referenzkurs noch auf 1,3951 (Dienstag: 1,3884) US-Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7168 (0,7203) Euro.

Im Gegensatz zum starken Yen, der sich dem US-Dollar gegenüber an ein Allzeithoch annäherte, blieben die Auswirkungen der Atomkrise in Japan beim Euro vergleichsweise moderat. "Japan scheint bisher keinen größeren Einfluss auf den Kurs des Euro zu haben", sagte Devisenexperte Lutz Karpowitz von der Commerzbank. Die Anleger an den Finanzmärkten würden weiterhin das Risiko scheuen, und der Euro bewege sich dabei in einer vergleichsweise engen Handelsspanne. Auch die ersten Hinweise der US-Notenbank auf einer veränderte Haltung bei der Bewertung der Inflationsgefahr in den USA habe den Eurokurs im Handel mit dem Dollar kaum bewegen können.

Eine Herabstufung der Kreditwürdigkeit von Portugal durch die Ratingagentur Moody's blieb indes ohne größere Auswirkungen auf den Euro. Moody's hatte das Euroland gleich um zwei Stufen von "A1" auf "A3" gesenkt. Die Agentur habe so mit einiger Verzögerung eine Bewertung nachgezogen, die zuvor schon von der Ratingagentur Standard & Poor's vorgenommen wurde, sagte Karpowitz. Daher habe der Kurs des Euro nach der erneuten Herabstufung Portugals keine nennenswerten Kursausschläge gezeigt.