Lenzerheide (dpa) - Ungläubig zuckte Didier Cuche mit den Schultern. Erst als sein Rivale Michael Walchhofer mit dem Finger auf ihn zeigte, sank der Schweizer auf die Knie und feierte seine vierte Kleine Kristallkugel in der Abfahrt.

Beim Saisonfinale vor heimischem Publikum in Lenzerheide reichte dem 36-Jährigen ein vierter Rang, um sich vor dem elftplatzierten Österreicher Walchhofer durchzusetzen. «Der Stellenwert ist genauso hoch wie bei den anderen Kugeln. Aber ich genieße es noch mehr als die erste Kugel 2007, auch wegen der Vorfälle vergangene Woche», sagte ein «sehr stolzer» Cuche, der noch im Zielraum eine Sektflasche köpfte. «Ich bin sehr stolz auf die vierte Kristallkugel. Aber ich bin keiner, der solchen Rekorden nachjagt», fuhr der Schweizer fort. Nach einem Streit mit Renndirektor Günter Hujara und folgender Geldstrafe hatte er erst am Vortag angekündigt, seine Laufbahn in der neuen Saison fortzusetzen.

Walchhofer fehlten nur 25/100 Sekunden auf Rang sieben, der ihm seine vierte Abfahrts-Kugel beschert hätte. «Die Enttäuschung ist sehr groß», sagte der 35-Jährige, der seine Karriere nach dem Super-G am 17. März beenden wird. Dann folgt das nächste Kugel-Duell der Speed-Dinos, in dem auch der Kroate Ivica Kostelic noch Chancen hat.