Tokio (dpa) - Techniker des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima wollen am Donnerstagmorgen (Ortszeit) mit der Wiederherstellung der Stromversorgung beginnen.

Man versuche, eine neue Stromleitung zu legen, so dass die Kühlung wieder in Betrieb genommen werden könne, zitierte der staatliche Sender NHK einen Sprecher des Kraftwerksbetreibers Tepco auf seiner Internetseite.

Die Stromversorgung in Fukushima war als Folge des verheerenden Erdbebens vom Freitag zusammengebrochen. Am Mittwoch sei eine Reparatur der Stromversorgung an der hohen Strahlung auf dem Kraftwerksgelände gescheitert, hieß es in dem Bericht.

Laut französischen Atomexperten droht spätestens am Freitag eine nukleare Verseuchung größeren Ausmaßes. Die Stunden bis dahin sind nach Darstellung der Fachleute entscheidend für die Kühlung der abgebrannten Brennelemente im Reaktor 4. Gelinge es nicht, das Abklingbecken bis dahin wieder aufzufüllen, werde eine «sehr bedeutende» Verseuchung die Folge sein, erklärte der Direktor für Anlagensicherheit beim Institut für Strahlenschutz und Nuklearsicherheit (IRSN), Thierry Charles, am Mittwoch in Paris nach Angaben der Agentur AFP.