Rom (dpa) - Etwa 11 200 Nordafrikaner sind seit Januar vor den Umstürzen in ihren Ländern nach Italien geflüchtet, die allermeisten von ihnen Tunesier. Italiens Innenminister Roberto Maroni verwies in einer Fragestunde des Parlaments darauf, dass im ganzen Jahr 2010 nur 4000 Bootsflüchtlinge in Italien angekommen waren. Ein umstrittenes Abkommen mit Libyen, wonach Boote auf See abgefangen und zurückgebracht wurden, hatte den Flüchtlingszustrom lange eingedämmt.