Mönchengladbach (dpa) - Der 1. FC Kaiserslautern hat im Kampf gegen den Abstieg aus der Fußball-Bundesliga einen Befreiungsschlag gelandet und Borussia Mönchengladbach wohl den entscheiden K.o. versetzt.

Dank eines kuriosen Eigentores von Borussen-Keeper Logan Bailly (61.) feierten die «Roten Teufel» am Freitagabend vor 47 696 Zuschauern ihren zweiten Rückrundensieg und verbesserten sich mit 31 Punkten zunächst auf den zwölften Platz. Gladbach taumelt als abgeschlagener Tabellenletzter mit 23 Zählern dem dritten Abstieg nach 1999 und 2007 entgegen.

«Wenn man ein direktes Duell gewinnt, ist das immer ein Big point. Das war ein großer Schritt auf dem langen Weg, der noch vor uns liegt», sagte FCK-Trainer Marco Kurz, der seine Spieler noch auf dem vom Regen aufgeweichten Rasen beglückwünschte.

Gladbachs Pechvogel Bailly trottete dagegen nach dem Abpfiff einsam und verlassen in die Kabine. Vorwürfe seiner Mannschaftskollegen gab es jedoch nicht. «Wir gewinnen zusammen und wir verlieren zusammen», sagte Abwehrspieler Martin Stranzl.

Kapitän Filip Daems suchte die Schuld beim gesamten Team. «Wir haben nicht ins Spiel gefunden und uns keine Chance herausgespielt. Das ist natürlich ein ganz schlechtes Ergebnis für uns. Jetzt bleiben wir da unten drin hängen.»

Dabei war die Borussia, die unter Neu-Coach Lucien Favre zuletzt gegen Schalke und Hoffenheim die ersten beiden Saison-Heimsiege gefeiert hatte, zunächst das bestimmende Team. Trotz fleißiger Bemühungen gelangen aber nur selten durchdachte Offensivaktionen gegen das massive FCK-Abwehrbollwerk. Nach dem Wechsel stand die «Fohlen»-Elf völlig neben sich und wurde nach dem grausamen Kick von den enttäuschten Fans mit Pfiffen verabschiedet.

Gäste-Torhüter Kevin Trapp, der den Vorzug vor dem wiedergenesenen Stammkeeper Tobias Sippel erhielt, hatte in den gesamten 90 Minuten nur eine brenzlige Situation zu überstehen. Nach einer zu kurzen Faustabwehr des 20-Jährigen in der 16. Minute hatte Gladbachs Verteidiger Martin Stranzl in seinem 150. Bundesligaeinsatz die Führung auf dem Fuß, doch Rodnei bugsierte den gefühlvollen Heber des Österreichers kurz vor der Linie per Kopf noch über die Latte (16.).