Berlin (dpa) - Der Markt für Online-Spiele wächst kräftig, doch den meisten Umsatz macht die Branche nach wie vor mit dem Verkauf von Titeln für Konsolen und PCs. 2010 nahmen die Anbieter in Deutschland damit rund 1,56 Milliarden Euro ein, so viel wie ein Jahr zuvor.

Das geht aus Zahlen des Branchenverbandes BIU hervor, der dabei sowohl den Verkauf physischer Datenträger als auch kostenpflichtige Downloads einbezieht. Experten gehen davon aus, dass die Einführung neuer Steuerungen für Xbox 360 und Playstation 3 den Konsolenmarkt dieses Jahr belebt.

Das Online-Geschäft hat im Jahr 2010 nach einer Schätzung von Pricewaterhouse Coopers 215 Millionen Euro Umsatz eingebracht. Bis 2014 soll er auf 330 Millionen Euro steigen. In diese Prognose fließen sowohl Einnahmen aus dem Verkauf virtueller Güter als auch die bei Spielen wie «World of Warcraft» üblichen Abo-Gebühren ein. Insider gehen allerdings davon aus, dass diese Zahlen zu niedrig gegriffen sind.

Zum Vergleich: Die Kinobranche hat 2010 in Deutschland rund 800 Millionen Euro Umsatz gemacht.