München (dpa) - Hertha BSC Berlin ist auf dem Weg zurück in die Fußball-Bundesliga ins Straucheln geraten. Zum Auftakt des 27. Zweitliga-Spieltags kam der Spitzenreiter am Freitag beim FC Ingolstadt nicht über ein 1:1 hinaus und verpasste damit die Chance die Tabellenführung auszubauen.

«Das war keine gute Leistung, deshalb hätten wir den Sieg auch nicht verdient gehabt», sagte Hertha-Trainer Markus Babbel nach dem Schlusspfiff: «Uns fehlte die Laufbereitschaft, dazu kam schlampiges Passspiel. Ich hätte gerne ein dreckiges 1:0 gehabt, kann aber mit dem Punkt gut leben».

Der vom finanziellen K.o. bedrohte TSV 1860 München betrieb beim 5:1-Torefestival gegen den Karlsruher SC Werbung in eigener Sache. «Das ist einfach frustrierend», sagte KSC-Profi Tim Staffeld nach dem Debakel. Der MSV Duisburg stoppte beim 1:0-Derbysieg gegen Fortuna Düsseldorf seine Talfahrt von zuletzt fünf sieglosen Spielen.

Hertha konnte nicht an den starken Auftritt vor Tagen beim 2:0 bei der SpVgg Greuther Fürth anknüpfen und musste sich zunächst bei Torwart Maikel Aerts bedanken, der in der 44. Minute einen Foulelfmeter von Stefan Leitl glänzend parierte. Nach einem schweren Schnitzer von Ingolstadts Verteidiger Malte Metzelder gelang Pierre-Michael Lasogga (68. Minute) mit seinem neunten Saisontreffer die Hertha-Führung. Vier Minuten vor Spielende zerstörte Marvin Matip per Kopfball Berlins Hoffnung auf den Vereinsrekord von sechs Auswärtssiegen am Stück. Die seit vier Spielen unbesiegten Ingolstädter verbesserten sich auf den 14. Tabellenplatz.

Im «Straßenbahnderby» in Duisburg war die Fortuna in den ersten 45 Minuten die klar bessere Mannschaft, nutzte aber ihre Chancen nicht. MSV-Trainer Milan Sasic muss seinem Team in der Kabine gehörig die Leviten gelesen haben, denn nach der Pause spielten die «Zebras» groß auf. Stefan Maierhofer, der sein 50. Zweitligaspiel bestritt, beendete in der 68. Minute die Duisburger Negativserie von fünf sieglosen Spielen und zwei Niederlagen hintereinander.

Unbeeindruckt von dem drohenden Aus des wirtschaftlich schwer angeschlagenen Vereins zeigten die Münchner «Löwen» ihre beste Leistung in diesem Jahr und besiegten nach zuletzt sechs sieglosen Spielen in der Allianz Arena den Heimfluch. Kevin Volland mit einem Doppelpack, Kai Bülow, Daniel Halfar und Benny Lauth machten den höchsten Saisonsieg der Sechziger perfekt. Der KSC bot muss nach der ersten Niederlage unter dem neuen Trainer Rainer Scharinger mit nur drei Punkten Vorsprung auf einen Abstiegsplatz weiter um den Klassenverbleib bangen.