Japans Autobauer fahren Produktion bald wieder hoch

Berlin (dpa) - Der japanische Autokonzern Nissan nimmt nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami in Japan die heimische Produktion wieder auf. Dies sei für diesen Donnerstag geplant, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Sonntag. Auch bei Honda startet nach Unternehmensangaben der Großteil der Produktion vermutlich am Donnerstag wieder. Branchenprimus Toyota hatte angekündigt, die meisten seiner Werke Mitte der Woche wieder in Betrieb zu nehmen. Der Neustart der Teileproduktion ist für diesen Montag geplant. Wegen der Naturkatastrophen in dem High-Tech-Land hatten unzählige Unternehmen Schaden genommen und die Produktion teilweise eingestellt. Dennoch erwartet Toyota kaum Auswirkungen in Europa.

Ökonomen: Atomkatastrophe kann Wachstum weltweit bremsen

Frankfurt/Berlin (dpa) - Angesichts der drohenden Atomkatastrophe in Japan warnen Volkswirte vor Ansteckungsgefahren für die Weltwirtschaft. Falls die Lage am Atomkraftwerk Fukushima Eins außer Kontrolle gerate, drohten massive Folgen für die globale Konjunktur, sagte der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz in der «Rheinischen Post» (Samstag): «Die Folgen könnten im Extremfall für Japan desaströs sein und erhebliche weltwirtschaftliche Bremsspuren hinterlassen.» Allerdings gibt es auch optimistischere Stimmen. Deutsche-Bank-Chefökonom Thomas Mayer warnte: «Eine Atomkatastrophe könnte zu einem Vertrauensschock auf der ganzen Welt führen, der sich über die Finanzmärkte in die reale Wirtschaft übertragen könnte.»

Netzausbau heizt Debatte um höhere Strompreise an

Berlin (dpa) - Das Abschalten alter Atromkraftwerke, Spekulationen über Stromausfälle und der Ruf nach einem schnellen Netzausbau für Ökostrom haben die Debatte über höhere Strompreise weiter angeheizt. Die Atomkatastrophe in Japan führte offensichtlich zu einem Bewusstseinswandel beim Verbraucher. Eine Mehrheit würde nach einer Umfrage höhere Strompreise in Kauf nehmen, wenn bei der Produktion auf Atomanlagen verzichtet würde. Eon-Chef Johannes Teyssen sagte dem Magazin «Der Spiegel», es werde schon jetzt äußerst schwer, das Stromnetz stabil zu halten. Noch weitreichendere Maßnahmen wie der teils geforderte komplette Ausstieg aus der Atomkraft seien «überhaupt nicht zu verkraften».

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