TOKIO (dpa-AFX) - Die japanische Währung hat am Dienstag wieder etwas an Wert gewonnen. Die Regierung warnte unterdessen Spekulanten vor neuen Wetten auf einen steigenden Yen. Am Dienstag legte der Yen ungeachtet der Warnung vor allem im Vergleich zum Dollar wieder zu. Die US-Währung sank wieder unter die Marke von 81 Yen. Am Freitag war der Dollar wegen des Einschreitens der G7-Staaten gegen den Höhenflug der japanischen Währung um bis zu knapp acht Prozent bis auf fast 82 Yen gestiegen.

Japans Finanzminister Yoshihiko Noda betonte am Dienstag, dass die Regierung notfalls erneut am Devisenmarkt einschreiten will. "Wir haben die Entwicklung an den Märkten weiter eng im Blick und werden angemessen handeln", sagte der Finanzminister Yoshihiko Noda. Er kündigte auch an, dass die G7-Staaten - wenn nötig - auch wieder gemeinsam gegen einen starken Yen vorgehen werden. Noda machte keine Angaben darüber, ab welchem Kursniveau die G7-Staaten wieder eingreifen wollen.

Die sieben führenden Industrienationen sind in der vergangenen Woche erstmals seit zehn Jahren gemeinsam gegen Kursexzesse am Devisenmarkt vorgegangen, nachdem der Yen am Donnerstag im Vergleich zur US-Währung auf einen Rekordstand gestiegen ist - zeitweise mussten nur noch 76,25 Yen für einen Dollar bezahlt werden. Nach der Intervention sank der Yen, steht aber immer noch auf einem sehr hohen Niveau.

Mitte 2007 mussten noch mehr als 120 Yen für einen Dollar bezahlt werden. Der hohe Yen ist seit einigen Jahren eines der größten Probleme der von Exporten stark abhängigen japanischen Wirtschaft, da er die Ausfuhren erschwert.