Brüssel (dpa) - Nato und Europäische Union sind über den internationalen Einsatz in Libyen gespalten. Viele Schwellenländer und andere Staaten lehnen die Militäraktion ab:

NATO: Tief gespalten und seit mehreren Tagen handlungsunfähig. Nato-Rat kann nicht beschließen, weil Frankreich keine Nato-Führung will. Die Türkei will keine Militäraktion der Nato billigen.

EU: Einig über humanitäre Hilfe. Planungen für Hilfsaktionen auch unter militärischem Schutz laufen. Sanktionen gegen Libyen wurden bereits drei Mal verschärft. Ölembargo ist im Gespräch.

USA: Führen derzeit die «Koalition» der Willigen. Erheblicher Militäreinsatz.

GROSSBRITANNIEN: Mit Militär bereits im Einsatz. Möchte ebenso wie die USA eine Führungsrolle der Nato.

FRANKREICH: Das erste Land, das mit Bombardierungen von Zielen in Libyen begann. Will die Nato aus dem Einsatz heraushalten.

DEUTSCHLAND: Gegen den Militäreinsatz, Enthaltung im UN-Sicherheitsrat. Bereit zu mehr Einsatz in Afghanistan (Awacs), um Nato zu entlasten.