München (dpa) - Im Münchner Prozess gegen den mutmaßlichen NS-Verbrecher John Demjanjuk wird heute das Plädoyer der Staatsanwaltschaft erwartet. Demjanjuk soll 1943 als Wachmann im NS-Vernichtungslager Sobibor bei der Ermordung von mindestens 27 900 Juden geholfen haben. Zwar gibt es keine Beweise für eine einzige konkrete Tat des gebürtigen Ukrainers. Die Staatsanwaltschaft argumentierte aber, das Lager habe allein der planmäßigen Ermordung von Menschen gedient. Deshalb habe sich jeder mitschuldig gemacht, der dort Dienst tat.